KLANK >


Reinhart Hammerschmidt (kontrabass)
Christoph Ogiermann
(violine, stimme)
Tim Schomacker (alltagsperkussion, stimme)
Hainer Wörmann (git)


KLANK ist...
... ein Quartett aus vier Improvisationsmusikern aus Bremen
... eine Produktionseinheit, die klangliche Ereignisse auch mit anderen Musikerinnen und Musikern herstellt

In der Tat: Es ist eine Frage der Handhabung. Oder auch der Handhabe. Als Quartett beziehen sich KLANK eigensinnig auf ihr Instrumentarium. Dieses reicht von einem Streichquartett-Torso aus Violine und Kontrabass über eine selten so unrockistisch gehörte Gitarre bis hin zu diversen Alltagsgegenständen, denen Geräusche abgerungen werden, die sie in Küche, Bad und Wohnzimmer selten fabrizieren. Oder sollte man sagen: Hier dürfen sie mal, wie sie wollen? Was indes auch für den eher klassischen Instrumententeil des KLANK-Apparats gilt. Als Quartett improvisieren Reinhart Hammerschmidt, Christoph Ogiermann, Tim Schomacker und Hainer Wörmann frei. Ihr Quartettspiel ist mehr als der sprichwörtliche kleinste gemeinsame Nenner. Auch wenn zwischen gestrenger Konzeption und freier Eruption (respektive gestrenger Freiheit und eruptiver Verabredung) die sehr verschiedenen Zugänge und Vorwege der vier Musiker nicht immer ungesagt bleiben. Von der Miniatur von nur wenigen Sekunden Dauer über das zeitgeklammerte Stück mit gerader Minutenzahl bis zum langen (aber nicht ausufernden) KLANK-Gepräge vieles möglich ist.
Oder, um es mit den Worten des großen Wortspielers Jean Paul zu sagen: Musik durch bratende Äpfel

 

 

BIQ >


Nils Gerold (holzblasinstrumente)
Reinhart Hammerschmidt
(kontrabass)
Uli Sobotta (euphonium, tenorhorn)

Hainer Wörmann (git)


BIQ  ist das Quartett der Organisatoren der "Improvisationen". Das Quartett formierte sich im Herbst 1999. Konzerte in Deutschland und Belgien.

"Zum 10. Geburtstag wich die Reihe ein wenig von ihrem Konzept ab, denn die vier Organisatoren selbst gaben sich die Ehre. ...... Gesteuert wurden beide Sets des Quartetts vom Gedanken der Kollektivimprovisation mit sich überkreuzenden Dialogen (also Zwei-versus-Zwei- oder Einer-gegen-Drei-Konstellationen), bei denen sich die unterschiedlichen Stränge schlußendlich aber immer perfekt verknoteten. Den Kollektivgedanken fasste das Quartett - womöglich auch Ergebnis der vielen Fremdkontakte - aber längst nicht mehr als ein permanentes Tutti auf: Schweigen, hören auf die Ideen der anderen, eingreifen, wenn es Sinn macht, bestimmten beide Konzertteile. Dabei operierten alle vier Musiker neben der reichhaltigen Geräuschpalette (teilweise mit
elektronischer Verfremdung erzeugt), über die jeder von ihnen inzwischen verfügt, verstärkt auch mit melodischen Partikeln, die teilweise in die Nähe webernscher Miniaturen gerieten. Das gipfelte schließlich in einem sehr homophonen, groß angelegten Crescendo: Eine Fanfare für die nächsten zehn Jahre."  Christian Emigholz, Weserkurier, 19.5.2000

 

 

Ensemble Sondarc >  >  >

Raummusik für sechs Kontrabässe

Johannes Frisch (kontrabass)

Reinhart Hammerschmidt (kontrabass)

Heinz-Peter Hofmann (kontrabass)
Jürgen Morgenstern
(kontrabass)
Ulrich Phillipp
(kontrabass)

Georg Wolf (kontrabass)


Sechs Kontrabässe und sechs erfahrene Improvisatoren, sechs instrumentale Dialekte und heterogene Temperamente fügen sich beim Ensemble Sondarc zum "Hyperinstrument", wie der Hamburger Musikjournalist Peter Niklas Wilson formuliert. 1994 wurde dieses Projekt gegründet, um ein spezielles Raummusikerleben zu realisieren.

Die sechs Musiker, von Bremen bis Karlsruhe über die gesamte Republik verstreut lebend, verfügen - jeder für sich - über ein breites Erfahrungsspektrum in unterschiedlichen Spielarten zeitgenössischer Musik. Als stationäre Klangquellen im Raum um das Publikum herum verteilt entwickelt das Ensemble ein komplexes Netz von Klangwanderungen und -sprüngen. Bewegung und Raum werden so zum zusätzlichen Moment der musikalischen Struktur- und Gestaltbildung. Dabei schöpfen Johannes Frisch, Reinhart Hammerschmidt, Heinz-Peter Hofmann, Jürgen Morgenstern, Ulrich Phillipp und Georg Wolf in vollem Umfang aus dem reichen Klangspektrum ihrer Instrumente vom tiefsten Gebrumm bis zu ätherischen Flageoletts, vom knarzenden Geräusch bis zur mikrotonalen Melodie.

Die 1997 veröffentlichte CD "For Four Rooms" wurde unter anderem vom Schweizer Rundfunk DRS-2 in der Sendung "Beste CDs aus Deutschland 97" vorgestellt. Das Ensemble Sondarc war bisher bei Konzerten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erleben (u.a. Taktlos, Basel & Zürich; Ulrichsberger Kaleidophon; Herbsttage für Aktuelle Musik, Gießen; Per Ce Val, Schaffhausen; Saitensprünge, Bremen) und spielte dabei unter anderem in Kirchen, Galerien, im Autobahntunnel, im Schwimmbad und gelegentlich auch in "normalen" Konzerträumen.

 

 

HCL Ensemble > 

Hans Kämper, posaune
Sebastian Venus, piano
Reinhart Hammerschmidt, kontrabass
Hannes Clauss, schlagzeug, perkussion

 

"Bemerkenswert ist, daß alle vier neben dem HCL-Ensemble auch in Gruppen spielen, die erheblich konventioneller und stärker an strenge Jazz-Formen gebundene Konzepte verfolgen. Diese Band ist also quasi ein Free-Spielbein, das aber standsicher auf Strukturerfahrungen fußt: Noch in den wildesten Kollektivimprovisationen sind versprengte Zitate anderer Stile und Rudimente deutlich melodisch oder rhythmisch strukturierter Formeln zu erkennen .... für den aufmerksamen Hörer ein Konzertgenuß mit spielerischen und humorvollen Qualitäten. Die Band nutzt alle zeitgemäßen Stile, dreht sie durch den Wolf und versetzt sie mit emphatischen Free-Formen. Das Ergebnis ist ein Substrat zeitgenössischer Musik, das die Bandbreite von wütendem Aufbegehren bis zur Beschäftigung mit der Stille umfaßt." Christian Emigholz

 

Preisträger des "Jazzpodium Niedersachsen" 1991 und 2002; Konzerte in Deutschland & Polen; Festivals: Nordjazz Festival  Westerstede, Jazzfest Delmenhorst, MIB-Night-Festival Bremen; Konzerte mit Albert Mangelsdorff, Urs Leimgruber, Franz Hauser und Steve Lacy; Zusammenarbeit  mit Tänzern und Schauspielern.

 

 

Zur CD
HCL Ensemble - 13

(Hybrid Music Productions19, 2000)

 

"Das Ergebnis sind 13 Titel, die sich zu einer ungezwungenen audiovisuellen Klangreise ergänzen. Und das klingt wie ein Experiment im akustischen Reagenzglas, wo sich das "HCL Ensemble" unbarmherzig durch widerspenstige musikalische Floskeln und stilistische Zitate ätzt und mit klassischen Improvisationstechniken das musikalische Material so nachhaltig bearbeitet, bis es schließlich in neuen Substanzen aufgeht. Und dass die auf "13" so zahlreich sind, ist ein Beleg für seine kompromisslose Brillanz."

André Hesel, Weserkurier, 9.7.2000

 

 

HCL Ensemble
Die Chemie stimmt!


"HCL Ensemble? Was meint denn HCL? Das - zugegebenermaßen etwas betagte - Chemie-Lexikon gibt Auskunft: “HCL, Chlorwasserstoff, ein farbloses, stechend riechendes Gas, dessen wässrige Lösung die Salzsäure ist”. Aha.

 

Kein schlechter Name für ein Experimentalensemble, das den Dingen auf den Grund gehen will - zur Not dazu auch durch das musikalische Fleisch bis auf den Knochen schneidet. Falls vollständiges Entbeinen nötig wird, ist sicher Salzsäure ein probates Mittel.


Überhaupt hat konzeptorientierte improvisierte Musik durchaus Bezüge zu chemischen Prozessen, denn ohne diverse “Reaktionen” ist diese Musik nicht vorstellbar: Reaktion des einzelnen Musikers auf die anderen, Reaktion aller miteinander in einem Verschmelzungsprozeß. Beim HCL Ensemble kommt noch etwas hinzu, denn das Quartett läßt gerne diverse Substanzen miteinander reagieren, um Neues im Reagenzglas schimmern zu lassen. In einer (allerdings schon sieben Jahre alten) Band-Biographie hieß das “PRÄ-BE-FREE-HARD-CORE-NEW-POST(!)-BOP-COOL-HARA-KIRI-JAZZ”. Heute würde das Ensemble das vermutlich bündiger beschreiben, zumal seine Musik bündiger, entspannter und selbstverständlicher geworden ist.


Alles falsch! Auf die falsche Fährte gelockt! Noch einmal von vorne. Das HCL Ensemble ist eine Experimentalband, die sich - bildlich gesprochen - auf der Bahnstrecke Bremen-Oldenburg (mit Zwischenstop in Hude) bewegt, denn an diesen drei Orten leben die Musiker des Ensembles, dessen Name auf den Initialen des Schlagzeugers Hannes Clauss basiert. Leader im eigentlichen Wortsinn ist der allerdings nicht: In dem Quartett, das er mit Hans Kämper (Posaune), Reinhart Hammerschmidt (Kontrabaß) und Sebastian Venus (Piano) betreibt, herrscht Gleichberechtigung. Insofern ist vielleicht doch - rein vom Namen betrachtet - der Bezug zur chemischen Substanz nicht so unpassend.


Alle vier Musiker sind auf der einen Seite ausgewiesene Improvisatoren die aber andererseits alle nicht ausschließlich auf freie Improvisation festgelegt sind. Sie schielen noch hierhin und dorthin, nein, sie schielen nicht nur, sondern spielen ganz bewußt auch anderes zwischen Theatermusik, modernem und modernstem Jazz bis hin zu zeitgenössischer Musik. Das alles ist, seitdem ich die Gruppe zum ersten Mal gehört habe, immer in die Musik des HCL Ensembles eingeflossen. Das Quartett hatte nie Berührungsängste, auch in einer Zeit, als das noch einigermaßen verpönt war, mit Melodiefetzen, Rhythmusfloskeln und insgesamt transparenten Texturen zu operieren. Darüber hinaus ist dem HCL Ensemble ein gewisser Witz nie fremd gewesen, und zwar einer, der nicht schenkelklatschendes Gejohle erzeugt, sondern eher ein aus spielerischer Intensität entstehender Effekt, der gelegentlich durchaus auch clowneske Züge tragen kann. Auf der vorliegenden CD läßt sich dieser Aspekt nicht unbedingt heraushören, dazu muß man das HCL Ensemble im Konzert erleben. Die CD - irritierenderweise die Debüt-CD (immerhin besteht das Quartett seit fast zehn Jahren) - führt aber eindrucksvoll die Stärke des HCL Ensembles vor, das hier seine Technik, kleine und kurze Soundsequenzen zu großen Bögen zusammenzuspannen, enorm verfeinert hat: So enthält die CD zwar 13 verschiedene Tracks, die - einzeln gehört - wie Miniaturen wirken, im Kern ist es aber ein einziger großer, fast 70-minütiger Wurf, der verschiedene Zustände und Temperamente vorführt, unterschiedliche Ballungen und Beruhigungen, Eruptionen und Melancholien enthält: Ein Klang-Epos in 13 Kapiteln. Das kann nur ein Ensemble schaffen, in dem - ähem - die Chemie stimmt." Christian Emigholz

 

 

Rühl Hammerschmidt Duo

Frank Rühl, e-gitarre
Reinhart Hammerschmidt, kontrabass

 

Dieses erfahrene Improvisationsduo zweier Musiker, die seit vielen Jahren zusammenarbeiten, entwirft äußerst komplexe und sensible Klanglandschaften auf den beiden Saiteninstrumenten. Die Musik des Duos ist von enormer Spielfreude und viel Neugier auf unverbrauchte Klänge geprägt.